Für eine Welt – frei von Atomwaffen!

15. August 2019  Aktion, Position

Am 6. und 9. August 1945 haben die USA Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki in Japan abgeworfen. Innerhalb weniger Sekunden starben 100.000 Menschen. Der Abwurf der Bomben hatte keinen Einfluss auf das Ende des Krieges. Japan hatte zuvor schon die Kapitulation angeboten. An Folgeschäden starben bis Ende 1945 weitere 130.000 Menschen. Bis heute sterben Menschen an Krebs infolge der Strahlung.

Die nukleare Gefahr ist heute so groß, wie lange nicht. NATO und USA dehnen ihre Raketenbasen an die Grenzen Russlands und Chinas aus. Nukleare Waffen sollen mit Milliarden „modernisiert“ und auch taktisch eingesetzt werden können. Die USA sind zudem im Februar 2019 aus dem INF-Abrüstungs-Vertrag ausgestiegen. Im Juli 2017 haben sich 122 Staaten für einen Atomwaffenverbotsantrag ausgesprochen. Deutschland war nicht dabei.

Die Bundesregierung ist jedoch dabei, wenn es darum geht, die USA und die NATO bei ihren Kriegen zu unterstützen; diese haben weltweit Millionen von Toten, zerstörte Länder und Millionen von Flüchtlingen verursacht. Sie erlaubt den USA von Ramstein und Stuttgart aus illegale Drohnenmorde zu steuern. In Büchel in der Eifel lagern 20 amerikanische Atombomben. 2010 forderte der Bundestag fraktionsübergreifend nahezu einstimmig den Abzug dieser Waffen – dies wurde nie durchgesetzt.

Die Bundeswehr ist an den Kriegen beteiligt. Alle Parteien – mit Ausnahme DER LINKEN – haben den verschiedenen Kriegseinsätzen zugestimmt. Hier findet kein Pfadfinderspiel sondern blutiger Ernst statt. Wir haben auch viele tote deutschen Soldaten zu beklagen – von Afghanistan bis Mali. Diese Einsätze sind Teil des angeblichen „Krieges gegen den Terror“. In Wirklichkeit produzieren sie Tod, Trauer, Wut und noch mehr Terror.

Immerhin ist Kirchheim Mitglied der internationalen Organisation “Mayors for Peace”, die vom Bürgermeister von Hiroshima gegründet wurde. Sie hat zum Ziel, bis 2020 eine atomwaffenfreie Welt zu erreichen.

Unter dem Motto: Kein Krieg gegen Iran. Verhandeln statt eskalieren, finden am 30. und 31. August in Kirchheim die Friedenstage, zusammen mit dem Forum 2030, attac, DFG-VK, Pax Christi und der GEW Kreis Esslingen-Nürtingen statt:

Sie starten mit einer Diskussionsveranstaltung am
Freitag, den 30.8.2019, ab 19.30 Uhr in der Familienbildungsstätte Kirchheim (Widerholtstr. 4).

Eingeladen dazu sind:
Claudia Haydt, Bundesvorstand DIE LINKE
Michael Bloss, Europaabgeordneter BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

Pulverfass Nahost – eskaliert der Konflikt zwischen dem Iran und den USA? Was können die EU, die Bundesregierung und wir tun?
Derzeit spitzt sich die Lage zwischen den USA und Iran zu. Es besteht die Gefahr, dass die Spannungen zu einer folgenschweren Eskalation bis hin zu einem Krieg mit unabsehbaren globalen Folgen führen. Statt Kriegsdrohungen braucht es dringend Gespräche. Das Nuklearabkommen (JCPOA) mit Iran muss Bestand haben. Was können die EU/die Bundesregierung/wir tun?

Am Samstag, den 31.8.2019, ab 9.30 bis 13.00 Uhr folgt ein Info- und Aktionsstand in der Fußgängerzone Kirchheim, vor der Commerzbank, mit der Gelegenheit, eine Unterschriftenliste der deutschen Friedenskooperative gegen die Eskalation um den Iran zu unterschreiben.


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