Gedenkminuten in Kirchheim

06. August 2020 
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Datum/Zeit
Date(s) - 06/08/2020
10:30 - 11:15

Veranstaltungsort
Vogthaus

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Hiroshima und Nagasaki mahnen – Beitritt zum UN-Atomwaffenverbot jetzt! – 45 Gedenkminuten in Kirchheim

 

Datum/Zeit
 06/08/2020
10:30 – 11:00

Veranstaltungsort
Vogthausgarten (hinter Familienbildungsstätte)

Wir veranstalten vor dem Hintergrund der ganz aktuellen unvorstellbaren Bedrohung durch 13.000  Nuklearwaffen 45 Gedenkminuten  im Vogthausgarten (hinter der Famileinbildungsstätte).

Oberbürgermeister Dr. Pascal Bader wird an diesem Tag seinen persönlichen Beitritt zur weltweiten Initiative „Mayors for Peace“ (Bürgermeister*innen für den Frieden) erklären.

 

Der Ablauf soll so sein:  

Beginn. 10.30 Uhr, Vogthausgarten (hinter Familienbildungsstätte, Widerholtstr. 4), Ende: ca. 11.15 Uhr

  • „Bitten der Kinder“, Bert Brecht – „Wettrüsten“, Bertha von Suttner (Cora)
  • Lied 1: „Das weiche Wasser bricht den Stein“ (Rainer Arnold, MdB SPD, i. Ruhestand)
  • Begrüßung und inhaltlicher Einstieg: Hans Dörr, Sprecher Forum 2030
  • Gedicht: Hiroshima, Marie-Luise Kaschnitz (Heinrich Brinker) – Gedicht: Das Gedächtnis der Menschheit, Bert Brecht (Heinz Pötzl)
  • Ansprache OB Bader – Erklärung des Beitritts zur Initiative Mayors for Peace
  • Lied 2 „Sag mir, wo die Blumen sind“, (Rainer Arnold)
  • Kampagne Hiroshima und Nagasaki mahnen: Beitritt zum UN-Atomwaffenverbot jetzt! (Karl-Heinz Wiest und Tinus Lempp)
  • Hinweis auf den Friedensgottesdienst am 27.9.20 und den Vortrag „Sicherheit neu denken“ (Willi Kamphausen)
  • Lied 3: musikalischer Ausklang – gemeinsam (mit Rainer Arnold): „We shall overcome“.

Eine Veranstaltung aus dem Bündnis Forum 2030 mit unsrer Mitwirkung,

OB Bader nimmt teil,erklärt seinen Beitritt zu Mayors vor Peace, wir mahnen den Beitritt zu Ican, dem UN-Atomwaddenverbot an.

Infos dazu hier:


ICAN: Informationen zum Atomwaffenverbotsvertrag

Atomwaffenverbotsvertrag

Beschlüsse der Bundesländer

Vier Bundesländer haben bereits beschlossen, den Vertrag zum Verbot von Atomwaffen zu unterstützen bzw. die Bundesregierung aufzufordern, ihn beizutreten:

  1. Bremen, Bremische Bürgerschaft, 5. Dezember 2017
  2. Berlin, Berliner Abgeordnetenhaus, 10. Mai 2019
  3. Rheinland-Pfalz, Landtag, 22. August 2019
  4. Hamburg, Hamburgische Bürgerschaft, 12. Februar 2020

#ICANSave – der Städteappell

Zahlreiche Städte, Gemeinde und Landkreise in Deutschland und aller Welt haben sich bereits dem ICAN-Städteappell angeschlossen. Ist Ihre Stadt die nächste?

Warum sollten sich Städte dem Appell anschließen?

Atomwaffen stellen eine besondere Bedrohung für Städte dar. Sie sind im Ernstfall die primären Ziele eines atomaren Angriffs. Damit sind Städte direkt betroffen und sollten sich deshalb in die Diskussion zu dieser Frage einmischen. Atomwaffen sind konzipiert, um Menschen und Infrastruktur gigantischen Schaden zuzufügen. Die sogenannte nukleare Abschreckung basiert auf der Drohung, die wichtigsten Orte eines Landes anzugreifen.

Alle Atomwaffenstaaten und ihre Bündnispartner nehmen diese Bedrohung im Kauf und sehen den Einsatz mit Atomwaffen als legitime Verteidigungsstrategie. Damit setzen diese Staaten ihre Bürger*innen der Vernichtungsgefahr aus. Immer wieder sind wir in der Vergangenheit an einem Atomkrieg vorbeigeschrammt. Städte tragen eine besondere Verantwortung für den Schutz ihrer Bewohner*innen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass sie sich gegen Atomwaffen aussprechen.

Das Engagement von Städten ist wichtig, um Druck auf die Bundesregierung auszuüben, damit diese auf den Willen der Bevölkerung achtet. Wenn Städte die Regierung dazu auffordern, dem Vertrag zum Verbot von Atomwaffen beizutreten, ist dies eine spürbare Mahnung, dass die hier in Deutschland lebende Menschen Massenvernichtungswaffen ablehnen. Die Bundesregierung ignoriert diese Sicht bisher.

Ein neues Bündnis von Städten weltweit stärkt die Stimmen der Menschen überall und setzt alle Regierungen dieser Welt unter Druck, jegliche Beteiligung an der atomaren Abschreckung und jegliche Verstrickung in Atombombengeschäften zu unterlassen.

Folgende deutschen 96 Städte/Gemeinden und 5 Landkreise haben sich dem #ICANSave–Städteappell  angeschlossen:


Hintergrund:  Vor 75 Jahren, am 6. und 9. August 1945, wurden die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen. 65.000 Menschen verdampften und verbrannten auf der Stelle, bis zum Ende des Jahres starben mehr als 200.000. Diese Opfer mahnen uns, die katastrophalen humanitären Folgen von Atomwaffen zu erkennen und für eine Welt ohne Atomwaffen einzustehen!

Heute bedrohen uns weltweit noch immer mehr als 13.000 Nuklearwaffen! Die Atommächte planen, Milliardensummen in die Aufrüstung ihrer Arsenale zu investieren – alleine 2019 gaben sie 73 Milliarden US-Dollar für Atomwaffen aus. Auch in Deutschland sollen neue Trägerflugzeuge für die Atombomben in Büchel angeschafft werden. Damit würde die nukleare Teilhabe für die kommenden Jahrzehnte festgeschrieben.

Wir fordern die deutsche Bundesregierung auf:

  • keine neuen Kampfflugzeuge für einen Atomwaffeneinsatz zu beschaffen
  • Atomwaffen aufgrund der katastrophalen humanitären Folgen ihres Einsatzes zu ächten
  • den Atomwaffenverbotsvertrag der Vereinten Nationen zu unterzeichnen und zu ratifizieren

Gedenken Sie mit uns der Atombombenopfer!